Fachvortrag: Klimaschutz durch Kleingärten

Der Fachberater des KGV Carolinenglück e.V., Dr. Georg Benda, hielt am 12.09.2026 den letzten Vortrag aus der diesjährigen Votragsreihe mit dem Thema „Klimaschutz durch Kleingärtnern“ ab.

Hierbei ging er speziell in die Thematiken der klimawirksamen Gase, Einsparung von Emissionen, Fixierung von Kohlendioxid, Humus als CO2-Speicher, Humusgewinnung  und der Permakultur ein. Dabei spielen gerade die drei Gase Kohlendioxid (CO), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) eine nicht unerhebliche Rolle. Kohlendioxid als natürlich vorkommendes Gas mit einem Anteil von 87% ist dabei der größte Anteilsvertreter. Es entsteht u.a. bei der Verbrennung der fossilen Energieträger Kohle, Erdöl sowie Erdgas und macht den Großteil des vom Menschen zusätzlich verursachten Treibhauiseffektes aus. Quellen sind vor allem die Strom-, Wärme- und Kälteerzeugung, Haushalte und Kleinverbraucher, Verkehr und industrielle Produktionsanlagen. Das 25 mal wirksamere Methan entsteht dagegen hauptsächlich in der Land- und Forstwirtschaft, Massentierhaltung, Klärwerke und Mülldeponien.

Der Kleingärtner kann mit einigen Maßnahmen einen Beitrag in der Vermeidung klimaschädlicher Gase leisten, so z.B. durch eigenen Obst- und Gemüseanbau, Nutzung von Regenwasser, Konservieren von Erntegut und durch fachgerechtes Kompostieren.

Hinzu kommt die Möglichkeit der Speicherung großer Mengen Kohlendioxid im eigenen Garten. Anhand eines Rechenbeispiels im Pflanzen von Bäumen legte Dr. Georg Benda dar, wieviel Kohlendioxid pro Jahr effektiv gespeichert werden kann, so macht Wissenschaft bildlich Spaß. Konkret für den Kleingärtner wären das Kultivieren von Obstbäumen, der Anbau von Gemüse, Pflege von Blühpflanzen entsprechende Maßnahmen. Dabei ist nicht die lebende Biomasse der Kohlendioxid-Speicher, sondern vielmehr der Boden, genauer gesagt der Humus. Der Humusaufbau kann durch nachhaltige Bodenbewirtschaftung, Gartenbewirtschaftung nach dem Prinzip der Permakultur, Gemüseanbau in Hochbeeten und durch Kompostieren anfallender Biomasse gefördert werden. So können durch Humusaufbau 3 bis 6 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr gespeichert werden. Der Komposthaufen spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle, vorausgesetzt ist jedoch der fachgerechte Aufbau. Bestandteile sollen so z.B. vorgewelktes Laub, Häckselgut, Beikräuter, Reisig, pestizidfreie Küchenabfälle, mineralische Bestandteile sowie Pappe und Papier in geringen Mengen sein.

Mit diesen und vielen weiteren nützlichen Informationen brachte Dr. Georg Benda den Teilnehmern das Thema Klimaschutz durch Kleingärtnern eindrucksvoll nahe.

Der Vorstand des Stadtverbands Bochum der Kleingärtner e.V. bedankt sich an dieser Stelle für die 4 eindrucksvoll vorgetragenen Fachvorträge und freut sich schon jetzt auf eine etwaige Fortführung im Jahr 2027.

Berichterstattung: Christian Ernst

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