Bochumer Delegation bei der Mitgliederversammlung des Landesverbandes

Bochumer Delegation bei der Mitgliederversammlung des Landesverbandes
Staatssekretär Dr. Martin Berges bei seinem Vortrag

Stadtverband Bochum der Kleingärtner e.V. mit 19 Delegierten und 1 Ersatzdelegierten auf der Mitgliederversammlung des Landesverband Westfalen und Lippe der Kleingärtner e.V. vertreten

Der Landesverband hatte ordnungsgemäß zur im Rhythmus von 2 Jahren stattfindenden Mitgliederversammlung geladen, so dass sich eine Abordnung von 19 Delegierten, 1 Ersatzdelegierten und eine Mitarbeiterin der Geschäftsstelle am 13.06.2026 nach Gelsenkirchen auf den Weg machte und unseren Stadtverband würdig vertrat.

Der Vorsitzende des Landesverbandes Rolf Rosendahl eröffnete die Versammlung pünktlich um 10:05 Uhr mit der Begrüßung von 157 Delegierten sowie zahlreichen Gästen und Vertretern aus Bundes- und Landespolitik, des Landesverbandes Rheinland der Kleingärtner e.V., dem Landesverband NRW, der Deutschen Schreberjugend, der Bürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen und weiteren geladenen Gästen. 

Der Landesverband bildet als übergeordnetes Organ von 31 Bezirks- bzw. Stadtverbänden mit 44.500 Kleingärten in 750 Kleingartenvereinen die Interessenvertretung für in Summe 75.000 Mitglieder. Alleine diese charakteristischen Zahlen verdeutlichen die Wichtigkeit der Teilnahme unseres Stadtverbands an dieser Mitgliederversammlung.

Grußworte: Kleingärten als Orte der Gemeinschaft

In den Begrüßungsreden von Rolf Rosendahl, Dr. Martin Berges (Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW), Andrea Henze (Oberbürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen) und Rainer Thiemann (Vorsitzender des Stadtverbandes der Kleingärtner Gelsenkirchen e.V.) wurde die Wichtigkeit und Bedeutung des deutschen Kleingartenwesens erörtert. So können gerade in der heutigen Zeit Kleingartenvereine in den Themen Integration, Offenheit, Respekt und Verständigung maßgeblich mit unterstützen und einen wertvollen Beitrag leisten, Respektlosigkeit und Intoleranz sollen Fremdwörter sein. Zusammengefasst sollen Kleingärten ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Verantwortung sein.

Auch wurde ausdrücklich der Dank an die vielen in unterschiedlichen Funktionen ehrenamtlich tätigen Kleingärtnerinnen und Kleingärtner ausgesprochen, denn ohne sie würde das Vereinswesen nicht funktionieren. Kleingartenanlagen seien Heimat für Menschen unterschiedlicher Kulturen, Generationen und Lebensgeschichten sowie als grüne Rückzugsorte wichtig bei der Klimaanpassung, so Dr. Martin Berges in seinen Schlussworten. 

Andrea Henze hob in ihrer Ansprache zunächst die zu einem gelungenen Veranstaltungsort umgebaute Heilig Kreuz Kirche hervor. Diese würde nach dem Umbau zu einem der grunddemokratischen Orte im öffentlichen Eigentum der Stadt Gelsenkirchen gehören. Sie hob zudem hervor, dass die 40 Gelsenkirchener Kleingartenanlagen Naherholungsanlagen in Wohngebieten bilden und zum öffentlichen Grün im gesamten Ruhrgebiet beitragen würden. Zudem verfüge die Stadt Gelsenkirchen über viele engagierte Menschen und dankte dem Vorsitzenden des Stadtverbandes der Kleingärtner Gelsenkirchen e.V., Rainer Thiemann, für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Im Ausblick für die kommenden Jahre wurde natürlich auf die IGA vom 23. April bis 17. Oktober 2027 in voller Vorfreude verwiesen. Sie wünschte allen anwesenden Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern stets einen grünen Daumen und Glück Auf. 

Rainer Thiemann, Vorsitzender des Stadtverbands der Kleingärtner Gelsenkirchen e.V. schloss sich den vielen lobenden Worten an und dankte seinen Vorstandskollegen sowie der Geschäftsstelle für geleistete Arbeit. In 2 Jahren würde zudem das 100-jährige Jubiläum anstehen - dies sei eine stolze Zahl, so Rainer Thiemann in seinen Schlussworten.

Geschäftsbericht, Finanzen und Wahlen

Im Geschäftsbericht wurden von Rolf Rosendahl die vielen durchgeführten Termine und Veranstaltungen positiv erwähnt. Man sei insgesamt gut aufgestellt und verfüge zudem mit der Landesschule und dem Lehrgarten in Lünen gute Angebote in der Fortbildung bzw. Schulungen und weiteren Beratungsmöglichkeiten. Als eine der wichtigen anstehenden Aufgaben für die kommenden Jahre beschrieb Rolf Rosendahl die viel Tätigkeiten im Zuge der Digitalisierung. 

Dem nachfolgend eindrucksvoll vorgetragenen Kassenbericht durch den Kassierer Jörg Schulz folgte der Bericht der Kassenprüfer. Unser Vorstandsmitglied Manfred Schettler war in seiner Funktion als Kassenprüfer des Landesverbands mit vertreten. Eine einwandfreie Führung der Finanzen wurde ausgesprochen und dem Plenum die Entlastung des Vorstands empfohlen. Der Empfehlung wurde nach Beantwortung mehrerer Fragen gefolgt. Auch der Haushaltsplan für die Periode 2026/2027 wurde ebenfalls beschlossen.

Die durchzuführenden Wahlen zur Besetzung der Posten des Vorsitzenden, des Schriftführers, des Landesfachberaters und eines Beisitzers bestätigten die bisherigen Amtsinhaber jeweils mit deutlicher Mehrheit. Auch die Kassenprüfer wurden planmäßig im Amt bestätigt.

Digitalisierung und Ausblick

Unter Punkt Verschiedenes erfolgten Berichterstattungen und Sachstände zu den Themen Durchführung von digitalen Veranstaltungen in Vereinen sowie zum temporären Ende der Mitgliedschaft im Bundesverband der Kleingärtner e.V.. Interessen der Kleingärtner seien nur sehr unzureichend wahrgenommen worden und zudem würden Transparenz und essentielle Grundwerte fehlen.

Der Abschluss der Versammlung erfolgte mit Danksagungen an alle beteiligten Personen sowie mit dem Gruß der Kleingärtner „Gut Grün !“.

Bericht & Foto: Christian Ernst 

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