Fachvortrag: Grundlagen und Definitionen für Kleingärtner
Dr. Georg Benda Fachberater des KGV "Carolinenglück" e.V. In der diesjährigen Vortragsreihe stand am 25.04.2026 erneut ein weiterer Fachvortrag zum Thema „Grundlagen und Definitionen für Kleingärtner“ an.
Mit Dr. Georg Benda, Fachberater des KGV Carolinenglück e.V., konnte ein äußerst engagierter und mit fundiertem Fachwissen ausgestatteter Gastredner gewonnen werden, der die Teilnehmer in einem sehr kurzweiligen Vortrag mit allerlei Informationen zu den Grundlagen und Definitionen des Klärgärtnerns versorgte.
Grundsätzlich unterschied er dabei in den Themenbereichen Vorstellungen, gesetzliche Vorgaben, Bodenbeschaffenheit, Klima und Mikroklima, Lage des Gartens und der Beete, Gartengröße, vorhandene und gewünschte Pflanzen sowie Wildtiere. Bei den gesetzlichen Vorgaben wurde im speziellen auf die Aufgabe und Funktionsweise der Satzung des Kleingartenvereins, des Stadtverbands und auch des Landesverbands eingegangen, ohne den Bezug auf den Generalpachtvertrag sowie auf das Bundeskleingartengesetz zu verlieren. 1/3 der Parzellenfläche sollen idealerweise dem Anbau von Obst und Gemüse dienen, Park- und Waldbäume dürfen bei einer Gestaltung keine Verwendung finden. Der Aufbau und Zustand der Parzelle hat den Vorgaben des Bundeskleingartengesetzes zu entsprechen, wobei schlussendlich das Erscheinungsbild zählt.
Mit der Bodenbeschaffenheit ging es sofort in ein weiteres interessantes Thema, denn der sogenannte Bochumer Rücken besteht aus Ablagerungen aus dem Carbonzeitalter. Von Süd nach Nord sind dies Sandsteine, Schluffe und Tongesteine. In dieser Reihenfolge nimmt die Korngröße der Gesteine ab, die Speicherkapazität für Nährstoffe gleichzeitig zu. Im gesamten Bochumer Stadtgebiet befinden sich auch nicht nur geologisch ursprünglich dort befindliche Sedimente an der Oberfläche. So sind z.B. auch lehmige Böden und Bereiche mit Abraum aus dem Bergbau vorhanden. Die Gemeinsamkeit lässt sich mit einem hohen Silikat-Anteil beschreiben, der einen leicht sauren PH-Wert beschert. Ackerbauliche Voraussetzungen sind deshalb in Bochum durchweg gut bis sehr gut. In der einzelnen Betrachtung der Bestandsschichtenwurde festgehalten, dass der Bochumer Boden zudem ein guter Wasserspeicher ist, der auch immer feucht gehalten werden muss. Der Humus-Bestandteil ist zudem ein optimaler Nährstoffspeicher und -produzent, speichert Wasser und CO2 und ist Lebensraum für Klein- und Kleinstlebewesen. Eine fundamentale Grundlage für Landwirtschaft und Ackerbau ist gegeben.
In der Betrachtung des PH-Gehalts, der Substrate, der Bodenbearbeitung wurden viele weitere Tipps zur Optimierung gegeben und auch in der Betrachtung der Thematik Klima und Mikroklima gab es Tipps dazu, worauf beim Kauf von Pflanzen zu achten ist. Entscheidend war hier, dass winterhart nicht gleich winterhart sei.
Wir danken Dr. Georg Benda für seinen sehr fundierten und kurzweiligen Vortrag und freuen uns schon jetzt auf den dritten Vortrag aus seiner Vortragsreihe
Berichterstattung: Christian Ernst
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